Gedanken zwischen Himmel und Erde 2026
Geistliche Impulse

„Du sollst fröhlich sein und dich freuen über alles Gute, das der Herr, dein Gott, dir und deiner Familie gegeben hat.“ (Deuteronomium 26,11)
Impuls Februar 2026
Turbulente Zeiten liegen hinter mir und meiner Familie. Zeiten, in denen ich deutlich weniger zu Hause war, als es für alle Beteiligten auf Dauer gut gewesen wäre. Zeiten, in denen meine Kinder teilweise noch schliefen, als ich das Haus verließ, und bereits geschlafen hatten, als ich wieder nach Hause kam.
Ein Jahr lang bin ich fast täglich zwischen Stein bei Nürnberg und der Diakonie Stetten gependelt. Ich legte zigtausende Kilometer mit dem Auto oder dem Zug zurück. An einigen Tagen dieser sehr anstrengenden Zeit verbrachte ich mehr Stunden in öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem eigenen Auto, als ich tatsächlich hier in Stetten sein konnte. Den kaum eine Woche verging ohne lange Staus auf der Autobahn und ohne Zugausfälle und Verspätungen. Das hat viel Kraft gekostet und uns als Familie einiges abverlangt.
In dieser Zeit wurde ich nicht selten von Freunden, der eigenen Familie oder Mitarbeitenden der Diakonie Stetten gefragt: „Wofür machst du das eigentlich alles?“ Die Frage hätte allerdings lauten müssen: „Für wen machst du das eigentlich alles?“
Ich bin fest überzeugt, dass Gott mich genau hier in der Diakonie Stetten haben wollte, um für ihn, unsere Klientinnen und Klienten sowie die Mitarbeitenden der Diakonie Stetten Dienst zu tun. Demnach kann ich die Frage. „Für wen oder was machst du das eigentlich alles?“ aus tiefster Überzeugung und mit echter Freude beantworten: „Ich mache es für meinen Herrn und Meister, Jesus Christus!“
“Der Monatsspruch für Februar lautet: „Du sollst fröhlich sein und dich freuen über alles Gute, das der HERR, dein Gott, dir und deiner Familie gegeben hat.“ (Deuteronomium 26,11)
Nach intensiver Suche und stetigem Gebet fanden wir als Familie ein passendes Haus im Rems-Murr-Kreis, sodass wir Weihnachten gemeinsam im „Ländle” feiern konnten. Natürlich sind noch nicht alle Umzugskartons ausgepackt und alle Gegenstände haben noch nicht ihren Platz im neuen Haus gefunden. Sie können sich sicher vorstellen, dass es noch jede Menge Aufgaben in Haus und Garten zu erledigen gibt, bis wir von einem echten Zuhause sprechen können. Doch es wird langsam.
Noch ist für mich und meine Familie vieles neu hier. Jeder muss noch seinen Platz in der neuen Umgebung finden. Doch wir sind als Familie wieder vereint und gehen gemeinsam in die Zukunft.
Auch wenn die letzten 15 Monate für uns als Familie sehr herausfordernd waren, sind wir Gott sehr dankbar für all das Gute, das er uns geschenkt hat, und blicken fröhlich in die Zukunft. Wir sind uns sicher: Jesus Christus begleitet uns auf all unseren Wegen und steht uns in leichten wie in herausfordernden Zeiten weiterhin bei.
Diakon Michael Merz
Pfarramtliche Dienste, Ethik und Diakonisches Profil (PED)

Verwendung des Jahreslosungs-Motivs mit Genehmigung des Verlages:
Friederike Rave: Motiv zur Jahreslosung 2026 © Präsenz Medien & Verlag, Bad Camberg. praesenz-verlag.com
„Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!“ (Offenbarung 21,5)
Impuls Januar 2026
Eine Meditation zur ökumenischen Jahreslosung 2026
von Pfarrer Jakob Fuchs
„SIEHE“
Checklisten mit fehlenden Häkchen, Projekte und Einerlei:
Das Jahr geht los!
Was steht an? Was muss sein?
Schon sind sie festgelegt: Ziele, Kalender, Spielräume.
„Siehe!“, ruft Gott!
Den Blick sollen wir heben, über alles hinaus.
„ICH“
Manche sagen: Im eigenen Herzen liege, was man braucht
oder es liege an jedem Einzelnen: Glück und Unglück,
Friede und Unfriede, Glaube und Verzweiflung.
Dabei – sind wir im Innern doch zu wenig aufgeräumt:
Furcht, Enttäuschungen, Unvermögen, sind darin -
Sehnsüchte, eine Mördergrube manchmal.
„Ich!“, ruft Gott!
Er brächte volles Leben, das über unsere Kräfte geht.
„MACHE“
Was ich nicht kontrolliere, verdränge ich gerne.
Und es ist doch schwerer, Hilfe anzunehmen, als Hilfe zu geben.
Denn wer Unterstützung braucht, kann nicht anders, als zu vertrauen.
So viel Ohnmacht ist da,
in uns, unter uns,
aber Gott handelt.
„ALLES“
Alles, was wir einmal suchten - alles, was fehlgeht - alles, was Angst macht – alles, was schwer wiegt: Wer befreit von dem alten Ballast?
Ist nicht jede*r ein Teil von „Allem“?
Dann würde sich auch mein Leben ändern.
„NEU“
Gott öffnet die Tür.
Neu ist der Raum dahinter.
Da wird nichts verloren sein - aber nichts mehr verkehrt.
Verwandelt und frisch führt der Weg ins Neue;
voll Trost und Hoffnung;
unter seinem Segen
ist genug Mut für alles,
was kommt.

