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„Damit alle dabei sind“ - Start ins Jubiläumsjahr mit inklusivem Gottesdienst gefeiert

Kernen-Stetten, 22. Januar 2024 – Mit einem inklusiven Gottesdienst und einem Stehempfang ist die Diakonie Stetten am Sonntag in ihr Jubiläumsjahr anlässlich ihres 175-jährigen Bestehens gestartet. Im Jahresverlauf folgen weitere Jubiläumsveranstaltungen, die die Vielfalt und die Geschichte der diakonischen Traditionseinrichtung widerspiegeln.

Menschen mit und ohne Behinderung gestalteten gemeinsam den inklusiven Gottesdienst in der Stettener Schlosskapelle, zu dem die Diakonie Stetten und die Evangelische Kirchengemeinde Stetten eingeladen hatten. Pfarrer Rainer Hinzen, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Stetten, erinnerte in seiner Predigt an gute und schwierige Zeiten in der 175-jährigen Geschichte. Die Menschen in der Diakonie Stetten hätten auch in schwierigen Zeiten, wie etwa in Kriegszeiten, nie den Glauben, die Hoffnung und die Liebe verloren. Sein Fazit: „Es gibt keine schlechten Zeiten für die Nächstenliebe“. Das Fürbittgebet sprachen Pfarrerin Sarah Reyer von der Evangelischen Kirchengemeinde Stetten und Pfarrerin Nancy Bullard-Werner vom Theologischen Dienst der Diakonie Stetten. Von ihren Anfängen in der damaligen Anstalt Stetten berichteten die Mitarbeiterin im Ruhestand Gertrud Artmann, die 1959 als 18-jährige ein Diakonisches Jahr in einer Kindergruppe im heutigen Verwaltungsgebäude Landenbergerhaus begonnen hatte und die Klientin Mechthild Weger, die seit 68 Jahren im Wohnbereich in Stetten lebt.  Als 16-jährige war sie von Winnenden nach Stetten umgezogen und erhielt auf Betreiben des damaligen Anstaltsleiters Ludwig Schlaich gleich eine Arbeitsstelle in der einrichtungseigenen Schneiderei.

Beim anschließenden Stehempfang im Sommersaal des Schlosses nutzten die zahlreichen Gäste die Gelegenheit zur Begegnung und zum Austausch. Der inklusive Gottesdienst bildete den Auftakt für ein Veranstaltungsprogramm, das ganz im Zeichen des Jubiläumsmottos „Damit alle dabei sind“ steht: Große und kleine Veranstaltungen, die über das Jahr verteilt die bunte Vielfalt der Diakonie Stetten widerspiegeln, die ihr Leitbild („Für eine Welt, in der niemand mehr ausgegrenzt wird“) mit Leben füllen und die an wichtige Entwicklungen und Ereignisse in der 175-jährigen Geschichte erinnern werden. 

Höhepunkt des vielfältigen Programms ist die Festwoche Anfang Juli mit einem besonderen Jubiläums-Jahresfest, einem Open Air-Bühnenprogramm im Schlosspark in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Kernen und einem Fußballturnier für inklusive Fußballmannschaften in der EM-Fanzone auf dem Stuttgarter Marktplatz. Weitere Highlights sind unter anderem ein Benefizkonzert mit den Stuttgarter Hymnuschorknaben, ein Hackathon zum Thema „Künstliche Intelligenz in der Sozialbranche“, ein Ethikforum zum Thema „Friedensethik“ und der Lesemarathon „Hesse, Häppchen, History“ mit dem wohl berühmtesten Schlossbewohner Hermann Hesse im Mittelpunkt.

In den kommenden Wochen steht jedoch zunächst die Erinnerung an die dunkelste Phase der langen Geschichte im Vordergrund. Am 27. Januar, dem Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus wird in der Gedenkstätte Grafeneck auf der Schwäbischen Alb der insgesamt 395 Menschen mit Behinderung gedacht, die 1940 im Rahmen des Euthanasieprogramms der Nationalsozialisten von Stetten nach Grafeneck deportiert und dort ermordet wurden. Am 30. Januar folgt die Eröffnung der Ausstellung „NS-Euthanasie“ in der Ludwig Schlaich Akademie in Waiblingen.

Info:

Ein Überblick über die 175-jährige Geschichte ist auf der Internetseite https://www.diakonie-stetten.de/die-diakonie-stetten/ueber-uns/geschichte.html zu finden. Im Frühjahr wird zudem eine komplett überarbeitete Geschichts-Website an den Start gehen. Alle Infos zum Jubiläumsjahr und das komplette Veranstaltungsprogramm sind auf der Internetseite www.diakonie-stetten.de/175 zu finden. Die Menschen in der Diakonie Stetten laden herzlich dazu ein, das Jubiläumsjahr mitzufeiern und „mit dabei“ zu sein.

Impressionen vom Auftaktgottesdienst und vom Stehempfang:

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