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Neues Zuhause gesucht und gefunden - Wohngemeinschaft lebt jetzt in Fellbach
Fellbach, 4. August 2026 – Sieben Bewohnerinnen und Bewohner einer Wohngemeinschaft der Diakonie Stetten suchten Mitte 2024 nach einem neuen Zuhause, da das Haus am Ortsrand von Waiblingen dringend sanierungsbedürftig war. Dass die Wohngemeinschaft ein neues Zuhause mitten in Fellbach gefunden hat und alle Bewohnerinnen und Bewohner zusammen umziehen konnten, ist fast schon ein kleines Wunder. Inzwischen haben sie sich gut in der neuen Umgebung eingelebt und nutzen den Garten sowie die vielfältigen Möglichkeiten in Zentrumsnähe.

Die sieben Bewohnerinnen und Bewohner (v. l. n. r.) Temi Ghirmay, Maria Glezakis, Dimitrios Papadimitriou, Nicole Demel, Karl Lau und Marion Wendnagel sowie die beiden Mitarbeiterinnen Tara Weese (zweite v. l.) und Julia Latowitz (vierte v. l.) freuen sich, dass sie nach langer Suche ein geeignetes Haus gefunden haben und zusammen umziehen konnten.
Ende 2024 spitzte sich die Situation immer mehr zu, da die Wohngemeinschaft der Diakonie Stetten aus ihrem bisherigen Zuhause in Waiblingen ausziehen musste und dringend Wohnraum suchte. Zwar wären auch mehrere Wohnungen in Frage gekommen, aber weil sich die Klientinnen und Klienten im Laufe der Jahre gut zusammengefunden hatten, war der große Wunsch der zwei Paare und der anderen, dass sie wieder eine gemeinsame Unterkunft finden. „Ich fühle mich wohl hier. Am schönsten ist, dass ich mit Maria zusammenwohne. Wir haben letztes Jahr geheiratet“, erzählt Temi Ghirmay stolz und zeigt die hellen Räumlichkeiten mit Blick in den Garten. Er und Maria Glezakis sind seit 16 Jahren ein Paar und teilten sich bereits im früheren Haus zwei Zimmer. Im neuen Zuhause haben sie zwei nebeneinander liegende Zimmer im Erdgeschoss von denen sie nun eines als Wohnzimmer und das andere als Schlafzimmer nutzen. Bad, Küche und Esszimmer teilen sie sich mit Bewohnerin Kathrin Aab. „Hier ist alles viel gemütlicher und nicht so kaputt wie im alten Haus“, sagt die Rentnerin, die von ihren Mitbewohnerinnen und -bewohnern beim Gehen zuvorkommend gestützt wird, weil sie nicht mehr so sicher zu Fuß ist.
„Das Esszimmer im Untergeschoss ist auch unser Gemeinschaftsraum. Hier kommen alle nach der Arbeit zusammen und wir trinken erst einmal Kaffee und erzählen vom Tag. Außerdem spielen wir hier oft zusammen Gemeinschaftsspiele“, berichtet Heilerziehungspflegerin Julia Latowitz. Sie und ihre Kollegin Tara Weese sowie zwei weitere Mitarbeitende unterstützen die Klientinnen und Klienten im Alltag bei den anfallenden Aufgaben, wie z. B. Wäsche waschen oder gemeinsam kochen. „Die Bewohner gehen alle selbständig einkaufen. Meistens auf dem Rückweg von der Arbeit“, sagt Julia Latowitz. Um 21 Uhr verlassen die Mitarbeitenden das Haus und die Bewohnerinnen und Bewohner sind in der Nacht alleine. „Es gibt jedoch eine Rufbereitschaft für alle Fälle“, sagt Tara Weese.
Nicole Demel und ihr Lebensgefährte Karl Lau haben sich die Wohnung in der Mitte des Hauses ausgesucht und wohnen hier zusammen mit Dimitrios Papadimitriou. „Es ist so schön ruhig hier. Im alten Haus war es immer so laut“, erzählt Nicole Demel, die in ihrer Freizeit gerne backt und zusammen mit ihrem Partner regelmäßig zum Tanzkurs nach Waiblingen fährt. „Ich kann jetzt hier meine Gurken- und Tomatenpflanzen im Garten anbauen und muss sie nicht wie früher auf den Balkon stellen“, ergänzt Karl Lau, der in den Remstal Werkstätten in Waiblingen arbeitet. Dimitrios Papadimitriou freut sich über die neuen Nachbarn: „Die sind nett und haben sich auch gleich beim Einzug mit uns unterhalten“, erzählt der 29-Jährige, der nach der Arbeit immernoch wie früher regelmäßig Kaffeetrinken geht. „Wir sind noch viel in Waiblingen unterwegs, nutzen aber auch schon gerne die Angebote in Fellbach, wie z. B. das Schwimmbad hier ganz in der Nähe“, sagt Julia Latowitz.
Marion Wendnagel ist die jüngste Mitbewohnerin und hat sich ihr Zimmer im Dachgeschoss des Hauses ausgesucht. „Ich frühstücke oft hier oben“, sagt die 28-Jährige, die in ihrer Freizeit regelmäßig zum Yoga nach Waiblingen geht. Sie genießt die Weitläufigkeit des Hauses: „Da kann man sich auch mal aus dem Weg gehen“ und sie freut sich, dass das neue Zuhause mehr in der Stadt ist und nicht wie früher in Ortsrandlage. „Wir unternehmen hier viel und gehen oft zusammen ins Restaurant essen. Wir sind froh, dass wir ein geeignetes neues Zuhause gefunden haben und die Bewohnerinnen und Bewohner wie gewünscht zusammenbleiben konnten“, so Julia Latowitz.
