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Zu viert radelnd rund um Schorndorf - Neues Fun2Go Parallel-Tandem bereichert Wohngemeinschaften
Schorndorf, 5. März 2026 – Die Diakonie Stetten hat für die Wohngemeinschaften in Schorndorf ein sogenanntes „Fun2Go“ Parallel-Tandem angeschafft, bei dem Menschen mit Behinderungen gemeinsam mit geschulten Fahrern Fahrrad fahren und so noch mehr am Alltagsleben teilhaben können. Der Kauf des Fahrrads wurde durch Unterstützung der Aktion Mensch und der Rudolf und Anna Bühler Stiftung ermöglicht. Nachdem es die Temperaturen nun zulassen, soll es jetzt so richtig mit den Spazier- und Einkaufsfahrten losgehen.

Mit dem neuen „Fun2Go“ Parallel-Tandem haben Menschen mit Behinderung die Möglichkeit zusammen mit einem Mitarbeitenden die Stadt zu erkunden.
Das überdimensionale E-Bike mit Zweiradanhänger-Modul konnte von der Diakonie Stetten dank einer großzügigen Förderung der Aktion Mensch und der Rudolf und Anna Bühler Stiftung für den Wohnverbund Schorndorf angeschafft werden und soll nun durch Schorndorf bzw. über die Stadtgrenzen hinaus die nähere Umgebung „erfahren“. „Die Bedienung ist relativ einfach. Wir schulen die Mitarbeitenden zunächst, bevor sie mit dem Fahren loslegen und es gibt eine Bedienungsanleitung zur Handhabung. Es können insgesamt vier Personen mitfahren, aber immer nur eine Person sitzt am Steuer“, erklärt Imre Mali, Wohnverbundleiter der Diakonie Stetten in Schorndorf. Bei den Klientinnen und Klienten ist die Freude über das neue Gefährt groß: „Der ein oder andere war anfangs etwas skeptisch, aber als alle einmal mitgefahren sind, waren sie durchweg begeistert“, erzählt der Wohnverbundleiter. Besonders am E-Bike findet er, „dass auch Menschen mit mehrfacher Behinderung das Fahrrad gut nutzen können“, da sich der Sitz zum Einsteigen drehen lässt. Zudem gibt es Fußhalter, auf die man die Beine einfach draufstellen kann. „Aber es gibt auch Pedale, bei der die Mitfahrenden dann selbst mittreten können“, so Imre Mali. Neben des E-Bikes wurden acht Fahrradhelme, vier Warnwesten und ein Fahrradschloss gekauft.
Für die Wohngemeinschaften mit ihren Klientinnen und Klienten im Stadtgebiet bietet das Fun2Go-Rad einen echten Mehrwert. Nicht nur der Wohnverbundleiter der Diakonie Stetten, Imre Mali, freut sich über den „Zugewinn an Mobilität und Lebensqualität für alle Menschen mit ihren unterschiedlichen Einschränkungen“. Neben einer Optimierung des Freizeitangebotes kann das besondere E-Bike auch Abwechslung und Erleichterung im täglichen Ablauf bieten. Imre Mali: „Unser neues Fahrrad ermöglicht es auch alltägliche Aufgaben mit dem Rad zu erledigen und so an der Gesellschaft teilzuhaben“. Außerdem sei es schön, als Gruppe in der Natur oder Stadt radeln zu können.
Neben den Fahrten durch Mitarbeitende der Diakonie Stetten freuen sich die Wohngruppen über bereits tätige Ehrenamtliche oder künftige Ehrenamtliche, die es sich vorstellen können, mit ein bis drei Menschen mit oder ohne Behinderung die Gegend zu erkunden und Ausfahrten in und um Schorndorf zu unternehmen. Das E-Bike wurde im Rahmen des Inklusionsnetzwerks „Zamma“ angeschafft und Interessierte können sich innerhalb „Zamma“ zur Fahrerin oder zum Fahrer weiterbilden. „Man muss eigentlich nicht mal sportlich sein, denn es ist ja ein E-Bike“, sagt Imre Mali. Es sollte ein Angebot sein, dass nicht nur einmalig stattfindet, sondern zum Beispiel alle zwei Wochen oder einmal im Monat. Die Vorlage eines Führerscheines ist Voraussetzung.
Information:
Wer Interesse an einer künftigen ehrenamtlichen Tätigkeit nach erfolgter Einführung im „Fahrradteam“ hat, kann sich per Mail an Imre Mali, Wohnverbundleiter Schorndorf unter imre.mali@diakonie-stetten.de wenden.
