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Mit Musik Menschen berühren - Inklusive Band „Groove Inclusion“ bei InKlang-Festival

Fellbach, 16. September 2026 – Die inklusive Band „Groove Inclusion“ der vhs Unteres Remstal besteht seit dem Jahr 2014 und tritt regelmäßig bei Musikfestivals und Konzerten in sowie außerhalb der Region auf. Im April wurde die Bigband mit dem Deutschen Jazzpreis in der Kategorie „Musikvermittlung und Teilhabe“ ausgezeichnet. Stefan Schaller und Simon Brög, die beide in Wohnangeboten der Diakonie Stetten leben, gehören von Beginn an zur Band. Für sie ist die Musik und das gemeinsame Musizieren mit den Bandmitgliedern ihr größtes Hobby. Die beiden freuen sich schon auf das InKlang-Festival am 25. und 26. September, bei dem Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam Musik, Tanz und Kultur erleben werden.

Erst vor kurzem hatte die inklusive Band „Groove Inclusion“, die aus 27 Mitgliedern mit und ohne Behinderung besteht, einmal mehr einen Auftritt außerhalb des Remstals: Im Rahmen des 50-jährigen Bestehens der Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Arcis-sur-Aube feierte die Gemeinde Gomaringen ein Musikfestival und den Auftakt zum musikalischen Wochenende machte „Groove Inclusion“. Auch Stefan Schaller und Simon Brög waren am Schlagzeug und mit Bassgitarre dabei. „Aufgeregt bin ich eigentlich nicht mehr. Ich habe schon bei ungefähr 120 Auftritten der Band mitgemacht. Mit gefällt es einfach, das Publikum mit der Musik zu beeindrucken und für mich ist es eine große Ehre, in der Band spielen zu dürfen“, erzählt Simon Brög. Besonders begeistert hat ihn der Auftritt beim Elztalfestival bei Koblenz. „Das war eine tolle Erfahrung. Wir haben zwei Tage lang Musik gemacht und zusammen mit den Bandkollegen im Zelt übernachtet“, sagt der 32-Jährige, der im Garten- und Landschaftsbau der Remstal Werkstätten arbeitet und in einem Wohnangebot der Diakonie Stetten lebt. Jeden Dienstag hat er Einzelunterricht, freitags finden die Bandproben statt. „Die Musik und die Band sind mein größtes Hobby“, so Simon Brög, der sich beim Spielen der Bassgitarre mithilfe von Buchstaben und Zahlen orientiert.

Sein Bandkollege Stefan Schaller spielt schon viele Jahre Schlagzeug, ohne dass er jemals gelernt hat, Noten zu lesen. „Ich hatte einen Lehrer in der Schule, der Schlagzeug spielen konnte. Er hat es mir damals gezeigt und ich habe es mir bei ihm abgeschaut“, sagt der 58-Jährige, der in einem Wohnangebot in Fellbach wohnt und im Campus der Remstal Werkstätten in Waiblingen arbeitet. Auch er ist seit rund zwölf Jahren bei der Band mit dabei. Zuhause übt er auf einem elektrischen Schlagzeug und neben den wöchentlichen Proben nimmt er einmal in der Woche Einzelunterricht. Beim Musizieren orientiert er sich am Rhythmus, der ihm zuvor gezeigt wird und so spielt er nach Gehör. „Ich wurde damals gefragt, ob ich bei der Band mitspielen möchte und ich bin unglaublich glücklich, dass ich mitmachen kann“, so Stefan Schaller. Ihm gefällt die Mischung der Musikstücke aus Jazz, Pop und Rock. Neben seiner Leidenschaft für die Musik macht er gerne Handarbeiten und betätigt sich kreativ.

Ein zwölfköpfiges Team bestehend aus Profimusikerinnen und -musikern der IG Jazz Stuttgart e.V. betreut und unterstützt die Band bei Proben und Konzerten. Die Bandleitung sind die Jazzmusiker Hans Fickelscher, Arne Meerwein und Holger Bihr. „Wir möchten mit unserer Musik ein Zeichen setzen und zeigen, dass man in einer inklusiven Band toll Musik machen kann“, sagt Hans Fickelscher. Die Bandmitglieder hätten von Anfang an gut zusammengefunden und die Band würde sich kontinuierlich weiterentwickeln. Bei jedem neuen Stück schaut die Bandleitung, wie es aufgebaut werden kann und wer welche Unterstützung benötigt. „Die meisten der Bandmitglieder mit Behinderung spielen nach Gehör. Wir spielen die Stücke vor und die Musikerinnen und Musiker spielen diese dann auswendig nach. Da haben wir inzwischen eine gute Routine“, erklärt der Jazzmusiker. Die Musikerinnen und Musiker der Band seien talentiert. So hätte auch Simon Brög nach kurzer Zeit das Spielen der Bassgitarre erlernt und sich unglaublich verbessert. „Die Musik steht bei uns im Mittelpunkt und sie klingt am besten, wenn alle gemeinsam musizieren können“.  

Information:

Am 25. und 26. September 2026 wird Fellbach zu einem Ort der Begegnung, an dem Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam Musik, Tanz und Kultur erleben, gestalten und feiern. Auch die inklusiven Bands "Groove Inclusion" und "Grenzenlos", mit Musikerinnen und Musikern aus der Diakonie Stetten, sind dabei. Die Besucherinnen und Besucher erwarten Konzerte mit mehreren Bands sowie beeindruckende Tanzperformances. Am Samstag finden zusätzlich zwölf Musik- und Tanzworkshops statt, die von renommierten Künstlerinnen und Künstlern aus ganz Deutschland geleitet werden. Mehr Informationen finden Sie hier.
 

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