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Diakonie Stetten bei Zusammen Leben Festival - Kooperationen und Netzwerkpartner wichtig

Die Diakonie Stetten beteiligte sich am vergangenen Wochenende beim Zusammen Leben Festival in den Wagenhallen in Stuttgart. Ein Bündnis aus neun gemeinwohlorientierten Organisationen lud wohn-experimentierfreudige Menschen, lokale Initiativen und Einrichtungen ein, die sich für gemeinschaftliches Wohnen einsetzen. Das Festival brachte Menschen zusammen, die gemeinschaftliches, nachhaltiges und bezahlbares Wohnen neu denken und gestalten wollen.

Die Diakonie Stetten war mit mehreren Beiträgen vertreten: Bei Exkursionen ins Quartier am Rotweg und ins Quartier am Wiener Platz in Stuttgart stellten die Mitarbeitenden gemeinsam mit Partnern vor, wie inklusive Quartiersentwicklung in der Praxis gelingt. Gezeigt wurden Wohnprojekte für Menschen mit und ohne Behinderung und Ansätze für gelebte Inklusion im Quartier. „Die Veranstaltung bot spannende Einblicke und einen regen Austausch. Neben Angehörigen sowie Klientinnen und Klienten nahmen auch zahlreiche Interessierte aus der Region und aus anderen Teilen Baden-Württembergs teil, um mehr über inklusives und generationenübergreifendes Wohnen zu erfahren“, berichtet Angelika Greule Projektleiterin und Koordinatorin für ambulante Wohnprojekte. Sie und Daniel Bergmann, Mitarbeiter im Team für ambulantes Wohnen, gaben gemeinsam mit Martin Gebler von der Baugenossenschaft Neues Heim unter dem Titel „Wie wird aus Wohnraum echtes Wohnen – inklusiv, generationengerecht und gemeinschaftlich?“ Einblicke in ihre langjährige Zusammenarbeit und diskutierten Erfolgsfaktoren für gemeinschaftliches Wohnen in Vielfalt. „Wir berichteten über die Voraussetzungen gemeinschaftlichen Wohnens und unsere Erfahrungen. Dabei standen z. B. auch die Fragestellungen wie Gemeinschaftsbildung gelingen kann und welche Rolle Architektur, Planung sowie Offenheit und Steuerung spielen im Mittelpunkt“, sagt Angelika Greule.

Bereits seit dem Jahr 2015 arbeitet die Diakonie Stetten in Stuttgart mit der Baugenossenschaft Neues Heim zusammen. Seit 2017 sind dort ambulante Wohnangebote für Menschen mit hohem Hilfebedarf entstanden. „Das Konzept fand in Stuttgart seinen Ursprung. Seither sind wir auch in den anderen Landkreisen mit dieser Wohnform vertreten. Was uns antreibt, ist die sehr hohe Nachfrage für diese Wohnangebote. Wir merken, dass bei den Klientinnen und Klienten und auch deren Angehörigen ein großer Wunsch nach Normalität besteht“, so Angelika Greule. Es werde immer wieder deutlich, dass Menschen mit Behinderungen gerne im Quartier mit Gleichaltrigen leben möchten. Im Vorfeld befragten Angelika Greule und die Kolleginnen und Kollegen Angehörige sowie Klientinnen und Klienten zu deren Erfahrungen mit ambulanten Wohnangeboten im Quartier. Die Erfahrungen zeigen: Inklusion entsteht dort, wo Menschen einander begegnen, Verantwortung teilen und Nachbarschaft aktiv gestalten. Dafür braucht es gute Kooperationen, engagierte Partner und ein gutes Netzwerk im Quartier.
 

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