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Diakonie-Präsident Schuch unterstützt Kampagne „Nicht am Menschen sparen“ - Rüdiger Schuch und Dietmar Prexl fordern Bürokratieabbau statt Sozialkürzungen
Kernen-Stetten, 30. Juli 2026 - Rüdiger Schuch, Präsident der Diakonie Deutschland, unterstützt die von der Diakonie Stetten initiierte Kampagne „Nicht am Menschen sparen“. Bei seinem Besuch warben Schuch und der Vorstandsvorsitzende der Diakonie Stetten Dietmar Prexl gemeinsam dafür, notwendige Haushaltskonsolidierungen nicht durch Kürzungen bei sozialer Teilhabe, Pflege und Unterstützung zu erreichen, sondern durch konsequenten Bürokratieabbau und Digitalisierung.

Diakonie-Präsident Rüdiger Schuch (2.v.l.) und Referatsleiterin Digitalisierung Jasmin Rocha (2.v.r.) tauschten sich mit den Vorständen Dietmar Prexl (li.) und Friedemann Kuttler (re.) über die Kampagne „Nicht am Menschen sparen“ und weitere aktuelle Themen aus.
Im Rahmen seiner Sommerreise in Baden-Württemberg tauschte sich Schuch mit den Vorständen Dietmar Prexl und Pfarrer Dr. Friedemann Kuttler über die aktuellen Herausforderungen der Sozialwirtschaft, das Gewaltschutzkonzept der Diakonie Stetten sowie über Zukunftsthemen wie Digitalisierung und Künstliche Intelligenz aus.
Ein besonderer Schwerpunkt des Gesprächs war die von der Diakonie Stetten initiierte Kampagne „Nicht am Menschen sparen“, der sich innerhalb weniger Monate bereits mehr als 50 Einrichtungen und Verbände aus Baden-Württemberg und dem gesamten Bundesgebiet angeschlossen haben. Die Initiative setzt sich dafür ein, dass Menschen mit Unterstützungsbedarf nicht die Folgen notwendiger Haushaltskonsolidierungen tragen müssen. Statt Leistungen zu kürzen, zeigt sie konkrete Wege auf, wie durch Bürokratieabbau und Digitalisierung erhebliche Ressourcen für die Unterstützung der Menschen gewonnen werden können.
„Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind, dürfen in Zeiten knapper öffentlicher Kassen nicht die Leidtragenden sein. Gerade jetzt braucht es ein klares Bekenntnis dazu, dass Ausgaben für soziale Teilhabe, Pflege und Unterstützung individuell notwendig, aber auch Ausdruck unseres gesellschaftlichen Zusammenhalts sind. Gleichzeitig müssen wir Bürokratie konsequent abbauen und Innovationen und digitale Möglichkeiten nutzen, damit mehr Zeit und Ressourcen dort ankommen, wo sie gebraucht werden – bei den Menschen“, betonte Rüdiger Schuch, Präsident der Diakonie Deutschland.
Dietmar Prexl, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Stetten, dankte Schuch und der Diakonie Deutschland für den Rückhalt und hob den konstruktiven Ansatz der Kampagne hervor: „Die Unterstützung durch Rüdiger Schuch und die Diakonie Deutschland ist ein starkes Signal. Sie zeigt, dass unsere Initiative inzwischen weit über die Region hinaus Unterstützung findet. Die Kampagne „Nicht am Menschen sparen“ verbindet eine klare Absage an Leistungskürzungen mit einem konstruktiven Angebot: Statt am Menschen zu sparen, wollen wir gemeinsam Strukturen vereinfachen, Schnittstellen reduzieren und digitale Verfahren voranbringen. So können Ressourcen dort eingesetzt werden, wo sie hingehören, in der unmittelbaren Unterstützung der Menschen.“
Neben den aktuellen sozialpolitischen Entwicklungen informierte sich Schuch über das weiterentwickelte Gewaltschutzkonzept der Diakonie Stetten. Das Konzept bündelt Maßnahmen zur Prävention, Sensibilisierung und zum Schutz von Menschen, die die Angebote der Diakonie Stetten nutzen. Darüber hinaus tauschten sich die Gesprächspartner über die Chancen der Digitalisierung und den verantwortungsvollen Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Sozialwirtschaft aus. Ein kurzer Rundgang über das Gelände der Diakonie Stetten rundete den Besuch ab.
Weitere Infos zur Kampagne „Nicht am Menschen sparen“ und zur Online-Petition des Bündnisses für Bürokratieabbau an die Landespolitik finden Sie hier.
