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Konfirmanden der Ev. Gesamtkirchengemeinde Aichwald

Gruppenbild der Konfirmanden aus Deckenpfronn mit Pfarrer Lebherz

Konfirmanden der Ev. Gesamtkirchengemeinde Aichwald

Konfirmanden der Ev. Gesamtkirchengemeinde Aichwald,

in Begleitung von Pfarrerin Kornelia Stysch, besuchten am 08.11.2006 die Diakonie Stetten

 

Was die Konfirmandengruppe von Aichschieß – Krummhardt bei einem Besuch in Stetten am 8. November 06 erlebt hat.

Was Sarah besonders eindrücklich war:

1. Die Gründung der Diakonie Stetten:

Die Diakonie Stetten wurde als ‚Heil- und Pflegeanstalt' vor 157 Jahren von einem Arzt aus Tübingen mit Namen Müller gegründet. Während seiner Arbeit fiel ihm auf, dass viele Menschen, Erwachsene wie Kinder, physische und psychische Behinderungen hatten. Er nahm zwei behinderte Kinder bei sich auf, weil er dachte, wenn man sich gut um sie kümmert, können sie geheilt werden. Als er merkte, dass er es nicht konnte, beschloss er die Kinder zu fördern. Immer mehr Kinder wurden aufgenommen und man musste oft in größere Räume ziehen. Bis er schließlich mit seiner Familie und 600 Kindern in Winterbach lebte. Als er von dem leer stehenden Schloss in Stetten hörte, lief sein Schwager barfuss in sechs Stunden von Winterbach nach Stuttgart zum Schloss des württembergischen Königs. Der Schwager bat ihn ihm das leer stehende Gebäude zu verkaufen und für 49.000 Gulden bekamen sie es.

2. Die Kapelle

In der Kapelle gibt es zwei Kanzeln. An der Decke sind die Bilder nicht so bunt, sondern schwarz – weiß. Auf dem Altar stehen zwei Engel, die ein Bild, das Jesus zeigt, heben. Jeden Morgen vor der Schule wird Gottesdienst gehalten.

3. Die Diakonie

Die Diakonie hat in Stetten ihren Hauptsitz. In Baden-Württemberg gibt es 25 weitere Standorte. Seit 40 Jahren lädt die Evangelischen Kirchengemeinde Aichschieß am ‚Stettener Tag' Stettener Heimbewohner zu sich ein.

Wie die Stettener wohnen.
Über den Besuch auf einer Wohngruppe berichten Lena und Anna-Lena:

In der Wohnung, die wir besuchten, gibt es ein großes Wohnzimmer mit zwei Sofas, einen Schreibtisch mit Computer. Dort wohnt auch ein Vogel in seinem Vogelkäfig. Wir schauten uns die kleine Küche an und saßen am großen Esstisch, an dem die Männer ihre Mahlzeiten einnehmen. Wenn man eine Treppe hoch geht, stößt man auf zwei Doppelzimmer. Eine Treppe weiter und man kommt zu weiteren zwei Doppelzimmern. Am Eingang gibt es eine Gardarobe und bei den Zimmern Balkone. Ich fand die Wohnung schön, auch der kleine Garten hat mir gefallen. (Lena)

In jeder Wohnung wohnen ungefähr sechs Leute zusammen. Die, in deren WG wir waren, leben schon sehr lange zusammen und verstehen sich auch sehr gut. Sie haben sogar noch einen kleinen Mitbewohner: einen Vogel.

Unter der Woche gehen alle vormittags arbeiten. Und zwar in der Diakonie (z.B. bei der Briefmarkenstelle). Mit dem Geld, das sie dann bekommen, hat jeder etwas anderes vor. Der eine kauft sich Schokolade, der andere CD's und wieder ein anderer will in den Urlaub. Wenn sie dann nachmittags wieder zurückkommen, ist erst einmal Ausruhen angesagt. Allerdings gibt es auch welche, die noch so fit sind, das sie gleich wieder raus gehen, um mit Freunden Ball zu spielen. Seinen Nachmittag kann jeder gestalten, wie er will. Doch am Wochenende unternehmen alle etwas gemeinsam.

Die Aufgaben im Haushalt werden fair verteilt. So muss jeder mithelfen. Das Essen wird entweder gebracht oder wird mit einem Betreuer zusammen gekocht. Diese schauen mal weniger oft und mal öfter in der Wohnung vorbei, je nach der Selbständigkeit der Bewohner, und sehen nach dem Rechten.

Wie man sieht, macht das Leben der Menschen in der Diakonie keinen allzu großen Unterschied zu unserem. Denn auch sie gehen arbeiten und wohnen mit anderen zusammen in einer Wohnung. (Anna-Lena)

Über die Briefmarkenstelle berichten Marco und Marvin

Menschen mit einer Behinderung schneiden dort Briefmarken von Briefumschlägen aus. Dann sortieren sie die Briefmarken nach Ländern und Wert. Wenn sich noch ein Brief in einem Umschlag befindet, wird er zurückgeschickt. Es kommen auch Sammler, die sich an bestimmten Tagen die Briefmarken anschauen und kaufen können. Das Geld, das hier verdient wird, geht an die Beschäftigten selbst.

 

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