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Bei der Verleihung des Elchs

Bei der Verleihung des Elchs

19. Dezember 2006

Auszeichnung für Engagement im Projekt „Chance“: Ein Elch fürs Ehrenamt

Elf Ehrenamtliche aus Waiblingen und Umgebung unterstützen Jugendliche in der Sonderberufsfachschule des Berufsbildungswerks (BBW) Waiblingen mit Nachhilfeunterricht oder geben beim Job-Cafe und bei Bewerbungstrainingstagen wichtige Kompetenzen und Erfahrungen aus dem Berufsleben weiter. Einen Elch aus Holz gab es nun als Zeichen der Anerkennung und des Dankes.

Elf Ehrenamtliche aus Waiblingen und Umgebung sind bislang im Projekt Chance des Berufsbildungswerks (BBW) Waiblingen eingebunden. Sie unterstützen mit regelmäßigem Nachhilfeunterricht die Schüler und Schülerinnen der Sonderberufsfachschule der Johannes-Landenberger-Schule oder sie geben bei Veranstaltungen wie dem Job-Cafe und bei Bewerbungstrainingstagen wichtige Kompetenzen und Erfahrungen aus dem Berufsleben weiter. Für dieses Engagement, im Rahmen des mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds finanzierten Projektes, bekamen sie bei einer Adventsfeier mit 42 Schülern und anwesenden Lehrern und Lehrerinnen der Sonderberufsschule von Margarete Riedel, der Leiterin des Projekts Chance, einen Elch aus Holz überreicht.

Margarete Riedel schätzt die Arbeit der Ehrenamtlichen als sehr wertvoll ein und betont, dass hier Leistungen erbracht werden, die nicht finanziert werden könnten. „Es wachsen persönliche Beziehungen, die weit über einen reinen Mathe-Nachhilfeunterricht hinausgehen“, stellt sie zudem fest. „Die Schüler öffnen sich und lassen sich auch begleiten, wenn sie Vertrauen zu ihren Mentoren gefunden haben.“

Der Begriff des Mentors der, aus der griechischen Mythologie entnommen, in den deutschen Sprachgebrauch eingegangen ist, charakterisiere sehr gut die ehrenamtliche Arbei,t findet Margarete Riedel: „Mentor war der Name des Freundes von Odysseus. Er bat Mentor, während seiner Abwesenheit, als er in den Trojanische Krieg zog, für seinen Sohn Telemachos als väterlicher Freund und Begleiter da zu sein.“ „Unsere Schülerinnen und Schüler können ihren Dank nicht immer so verbalisieren und deshalb sei die „Elchverleihung“ und die Feier ein Dankeschön im Namen der Sonderberufsschulklassen und auch der Mitarbeiter- und Mitarbeiterinnen.“

Die Freude war den Geehrten, ehemalige Lehrer, Mitarbeiter der freien Wirtschaft oder noch aktiv im Berufsleben stehende selbständige Unternehmerinnen, anzusehen. Alle betonten sie, wie sehr ihnen die Arbeit mit den Jugendlichen Spaß mache. Einer der Elch-Preisträger fand eine schöne Allegorie: „Ihr Schüler seid alle Rohdiamanten, die nur noch geschliffen werden müssen, und wir wissen es genau, ihr schafft es!“

Text/Foto: Sibylle Kessel